“Alles an dieser Schule, von Papier bis zum Lehrergehalt, muss selbst finanziert werden” …und die Erde ist eine Scheibe…

 

 

Uns erreichte folgende Nachricht (Hervorhebungen von uns):

Autor: Schüler der Stufe Weitergehen

Datum: 15. Mai 2014 22:25:30 MESZ

Nachdem ich mir einige Einträge in diesem Blog durchgelesen habe, möchte ich jetzt mal das Wort ergreifen. Vielleicht wird dieser Kommentar gelöscht werden, dann jedoch wäre diese Seite nicht viel besser als einer der asiatischen Unterdrückungsstaaten, die die Meinung ihrer eigenen Bürger zensieren. Zuerst einmal würde ich mich gerne vorstellen. Genau wie die Betreiber dieser Seite bleibe ich anonym, aber zumindest einmal bin ich ein Schüler aus der Stufe Weitergehen, der dieses Jahr plant, den MSA-Abschluss zu absolvieren. Fast neun Jahre lang habe ich nun schon die Ausbildung an der Freien Schule Lindau genossen. Letztes Jahr habe ich erfolgreich den Qualifizierenden Hauptschulabschluss absolviert, einer meiner Mitschüler hat sogar die Note 1,8 erreicht. Und das war die erste Prüfung unseres ganzen Lebens… Einige Beiträge auf dieser Seite haben mich sehr verwundert, zumal in einigen nicht wirklich viel Wahrheit steckt. Jeder hat seine eigene Meinung, das ist jedem vernünftigen Mensch klar. Dennoch kann es nicht angehen, dass eine Institution wie die Freie Schule Lindau im Internet öffentlich angeprangert und verleumdet wird. Bitte stützen Sie sich, wenn sie schon so über eine Schule herziehen müssen, auf Fakten. Denn zum Beispiel, dass die Freie Schule nach 3-4 Jahren staatliche Gelder bekommt, ist schlicht und einfach eine Lüge. Alles an dieser Schule, von Papier bis zum Lehrergehalt, muss selbst finanziert werden. Viele Schüler sind absolut zufrieden mit der Schule.

Niemand in meiner Klasse hat jemals auch nur den kleinsten Anschein von Verdrossenheit gegenüber der Art des Lernens oder der Schule gezeigt.

Wir alle haben uns gut auf den MSA vorbereitet und werden ihn schon ab nächster Woche abschließen. Ich hoffe wirklich, dass die Betreiber der Seite in Zukunft recherchieren, bevor sie weiter die Schule angreifen. Ich kann nur sagen, wir Schüler sind bestens vorbereitet worden und zufrieden.

Vielen Dank.

 

Lieber „Schüler der Stufe Weitergehen“!

Vielen Dank für Ihre Zeilen. Zunächst einmal sind wir alle nach wie vor sehr beeindruckt von Ihrer Wortwahl. Sehr ausgefeilt und reif für einen Zehntklässler, wie wir finden! Was an anderen Schulen gerne einmal zu wünschen übrig lässt, gehört an reformpädagogisch arbeitenden Schulen offensichtlich mittlerweile zum Standard. Denn auch die aktuell in der Presse erschienenen offenen Briefe von Schülern anderer reformpädagogischer Einrichtungen bestehen aus Formulierungen und Statements, die sich durchweg auf Erwachsenen-Niveau  bewegen.

Macher und Pädagogen an Ihrer Schule wird aber nicht nur das freuen. Welche Schule sonst, kann von ihren Schülern schon behaupten, dass „niemand in (s)einer Klasse auch nur den kleinsten Anschein von Verdrossenheit gegenüber der Art des Lernens oder der Schule gezeigt hat“? Da blieb uns beim Lesen wirklich fast die Spucke weg. Bravo!

Die Herausgeber und Autoren des Buches „Reformpädagogik nach der Odenwaldschule – wie weiter?“, Juergen Oelkers und Damian Miller, würden eine ihrer Feststellungen auch in Ihren Ausführungen bestätigt finden. Denn die sprachliche Verwendung des Superlativs kann im Kontext von „Reformpädagogik“ geradezu als “charakteristisch” bezeichnet werden. Soche Aussagen mit Absoluheitsanspruch stehen dann zwar durchaus wortgewaltig im Raum, doch einen entsprechenden Nachweis über ihre Richtigkeit, den bleiben uns ihre Schreiber und Sprecher zumeist schuldig. Dies zum Thema “niemand” und “auch nur den kleinsten Anschein von Verdrossenheit”

Zu Ihren weiteren Ausführungen: Wir schreiben hier nicht anonym, wie von Ihnen behauptet wird. Es gibt so etwas wie ein Telemediengesetz, an das sich die Betreiber von falscheschulelindau halten. Richtiges Hinschauen hilft da ungemein, und zwar bevor man derartige Behauptungen aufstellt.

Sie schreiben uns Einige Beiträge auf dieser Seite haben mich sehr verwundert,…

Hierzu können wir Ihnen nur mitteilen, dass wir das verstehen. Wobei es weniger die Beiträge sein sollten, die Ihre Verwunderung hervorrufen, als die zugrunde liegenden Tatsachen.

„Dennoch kann es nicht angehen, dass eine Institution wie die Freie Schule Lindau im Internet öffentlich angeprangert und verleumdet wird.“

Da haben Sie vollkommen Recht! Gegen tatsächliche Verleumdungen kann man nämlich auch rechtlich vorgehen und sie liegen dann vor, wenn man öffentlich die Unwahrheit behauptet, obwohl man die Wahrheit kennt.

Wir veröffentlichen hier grundsätzlich nur die Sachverhalte, die wir schriftlich, d. h. durch Korrespondenz, Verzeichnisse, Urkunden, eidesstattliche Versicherungen  etc. belegen können.

„Denn zum Beispiel, dass die Freie Schule nach 3-4 Jahren staatliche Gelder bekommt, ist schlicht und einfach eine Lüge. Alles an dieser Schule, von Papier bis zum Lehrergehalt, muss selbst finanziert werden.“

Wir finden es sehr schade, aber wieder einmal auch bezeichnend, dass Sie uns der Lüge bezichtigen, nur weil Sie nicht wahrhaben wollen, dass Sie selbst anscheinend über viele Jahre lang einer Lüge aufgesessen sind. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass Sie uns geradezu zu einer Veröffentlichung des an uns gerichteten Vorwurfs drängen, ohne selbst je zu überprüfen, wie es sich den nun tatsächlich mit der Schul-Finanzierung verhält.

Und noch etwas zum Schluss:

Was soll man grundsätzlich von einer Institution halten, die eine ungebrochene Spendier- und Arbeitsmoral ihrer Mitglieder nur dadurch aufrecht zu erhalten vermag, indem aus den Reihen der Verantwortlichen geradezu gebetsmühlenartig über Jahre vorgetragen wird, dass angeblich „von Papier bis zum (Lehrer-)Gehalt“ alles in Eigenleistung finanziert wird, obwohl genau dies nachweislich nicht der Wahrheit entspricht?

Sie sind nämlich nicht der (oder vielleicht doch eher die?) Erste, der unsere Äußerungen zur staatlichen Finanzierung von Schulen in freier Trägerschaft in Bezug auf die FSL als Lüge abtun möchte. Nur scheint sich bisher niemand getraut zu haben, einmal an den richtigen Stellen nachzufragen (im office, beim Vorstand, beim BFAS, beim Schulamt…).

Warum eigentlich nicht? Was fürchtet man? Der Wahrheit ins Auge zu sehen, oder eher die Aussicht – und das ist dann aus unserer Erfahrung nicht so toll – innerhalb einer dogmatischen Institution als Zweifler zu gelten?

All dies würde unserer Auffassung nach eher auf Zustände hinweisen, wie man sie sonst nur in einem von Ihnen genannten “asiatischen Unterdrückungsstaat” oder in sektiererischen Organisationsstrukturen vorfindet.

Reformpädagogik nach der Odenwaldschule – Wie weiter?

 

…lautet der Titel eines bemerkenswerten Buches, das von Damian Miller und Jürgen Oelkers herausgegeben wurde.

Inhaltsverzeichnis hier:

http://www.beltz.de/fileadmin/beltz/inhaltsverzeichnisse/978-3-7799-2929-1.pdf

Leseprobe hier:

http://www.beltz.de/fileadmin/beltz/leseproben/978-3-7799-2929-1.pdf

Bereits im Jahr 2011 im Beltz-Verlag – hier war JürgenOelkers der Autor – erschienen:

http://www.beltz.de/de/paedagogik/beltz-paedagogik/paedagogik-katalog/titel/eros-und-herrschaft.html


Land Hessen überprüft Genehmigung für Odenwaldschule

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung – faz.net / DER SPIEGEL – spiegel-online.de / taz – taz.de (Quellen, Sitz in Frankfurt, Hamburg, Berlin)

„Ob die für eine Betriebserlaubnis erforderlichen Bedingungen noch gegeben sind“ will man jetzt nachprüfen. Fünfzehn Jahre nach dem ersten Bekanntwerden der schrecklichen Taten des OSO-Schulleiters und seiner Mittäter. All das konnte dann noch einmal elf lange Jahre unter dem Mantel des Schweigens gehalten werden. Lange genug, um die Verjährungsfristen für eine Strafverfolgung endgültig verstreichen zu lassen. Ein weiterer, langanhaltender Höllentrip für die Opfer. Sowohl die Taten selbst, als auch die Ignoranz derer, die hätten anklagen oder gestehen können, mussten irgendwie überlebt werden. Für 11 Schüler der Odenwaldschule, die zu den Opfern der gewaltsamen Übergriffe gehörten, kommt der Aufklärungswille zu spät. Sie nahmen sich das Leben.

(FAZ am 12.05.2014)   http://www.faz.net/aktuell/politik/hessen-ueberprueft-genehmigung-fuer-odenwaldschule-12935815.html

Jetzt, wo immer wiederkehrende Verstöße gegen die Rechte Schutzbefohlener (und deren versuchte Vertuschung durch Schulleitung und Elternschaft) einer medialen Öffentlichkeit nicht mehr vorenthalten werden können, da geht´s auf einmal…

Anders kann man sich das kaum erklären, dass erst jetzt die Einhaltung der Genehmigungsbedingungen überprüft wird?

Jetzt, nachdem die Aufsichtsbehörde erstmals für die Öffentlichkeit wahrnehmbar eingeschritten ist. Neue Verdachtsfälle wurden aktenkundig und dennoch erlaubt sich die OSO-Leitung, ein ihr gestelltes Ultimatum zur Berichterstattung einfach verstreichen zu lassen. Bekommen die Verantwortlichen in ihren Dienstzimmern vielleicht kalte Füße? Kann man sich dort einer möglichen Mithaftung im Falle von aktuellen bzw. zukünftigen Übergriffen noch entziehen? Stehen sie doch ab jetzt mit ihrem Namen, ihrem Amt und nicht zuletzt mit ihrer Parteizugehörigkeit dafür ein, dass unter ihrer Aufsicht an dieser Schule niemand mehr zu Schaden kommt.

Lange schon ist bekannt (wenn auch zumeist erfolgreich verdrängt), dass die Privaten, genauer “Schulen in freier Trägerschaft”, nach erfolgter Genehmigung jahre-, ja, sogar jahrzehntelang *”im toten Winkel der Schulaufsicht” mehr oder weniger machen können, was die jeweiligen Macher im Hintergrund für legitim halten. Und das sowohl an Schulen, die ihr Handeln weitestgehend an den Interessen ihrer Schüler ausrichten als auch an solchen, an denen zielgerichtet überwiegend Erwachsenen-Interessen verfolgt werden. An Letzteren muss – Beispiel OSO -  sogar das Kindeswohl hinter der Wahrung des “guten Rufes” und den damit verbundenen wirtschaftlichen Interessen zurück stehen.

(*Titel eines SPIEGEL-Artikels vom 10.03.2010) http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/missbrauch-an-privatschulen-im-toten-winkel-der-schulaufsicht-a-682413.html

Unter den schwarzen Schafen sind auch längst nicht ausschließlich Internatsschulen mit ihrer “besonderen Nähe zum Kind” zu finden,  wie unaufhörlich behauptet wird: Die Abläufe an der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, deren Schulleiterin Enja Riegel seinerzeit war, folgten einer absolut identischen Systematik. Die Ausführung der Übergriffe durch die Täter, die Beachtung bzw. Nicht-Beachtung von Schutzgrenzen durch Schulleitung, Lehrer und nicht zuletzt der Elternschaft – all das gleicht sich bis ins Detail.

(taz-artikel vom 10.12.2010)  http://www.taz.de/!62616/



Zur allgemeinen Information für den interessierten Besucher unserer Seite

 

 

 

Bis zu einer abschließenden Klärung der Sachverhalte, gegen deren beabsichtigte  Vertuschung diese Homepage ins Leben gerufen wurde, folgen hier in unregelmäßigen Abständen Beiträge unter Berufung auf offizielle Pressemeldungen oder andere Publikationen.

Mit deren Hilfe sollen die Leichen in den Katakomben der “Reformpädagogik” endlich aus der Dunkelheit des Kellers ans Licht der Öffentlichkeit geholt werden.

Die Gerichtsentscheidung des Amtsgerichts Lindau

 

Unseriöses Inkassobüro – vom Vorstand der Freien Schule Lindau e.V. beauftragt – bombadierte scheidende Familien am Telefon und auf dem Postweg. Nach dem Widerspruch der Eltern leitet die FSL gerichtliches Mahnverfahren (Mahnbescheid) ein und klagt zuletzt beim Amtsgericht Lindau. So war der Ablauf, bei dem der Vorstand der Freien Schule Lindau e.V. versucht hat, einer dieser Familien

1.600 Euro (i.W. eintausendsechshundert)

wegen angeblich nicht geleisteter Elternarbeitsstunden abzuknöpfen.

Viele “Ehemalige” wissen, dass die damalige Koorditnatorin der Elternarbeit (ehem. Vorsitzende des Elternrates) trotz mehrfacher Bitten von Seiten der Elternschaft ohne jeglichen Nachweis gearbeitet hat und willkürlich (je nach Sympathie bzw. Antipathie, gewisse Eltern blieben davon verschont) Eltern zuhause telefonisch belästigt, aber auch vor Publikum und in ungehöriger Weise auf angeblich nicht geleistete Stunden hingewiesen hat.

Besagte Familie konnte allein anhand von älterem E-Mail-Verkehr mit Vertretern der Schule den entsprechenden Nachweis erbringen, dass es sich um eine unberechtigte Forderung der Freien Schule Lindau handelt, denn in dieser Korrespondenz wurden die Leistungen (über die 40 Stunden hinaus) im dafür vorgesehenen Zeitraum schriftlich bestätigt.

Eine Mutmaßung über die Gründe dieser horrenden Geldforderung seien jedem selbst überlassen.

Eine Unverschämtheit, wie wir finden!

Die Klage der Schule wurde vom Richter abgewiesen.

 

Aus der schriftlichen Stellungnahme des Vorstands Bundesverbandes Freier Alternativschulen (BFAS e.V. Berlin):

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder der IGFSL,

“…haben wir den Eindruck gewonnen, dass es in der Vergangenheit der Freien Schule Lindau Ereignisse gegeben hat, die die Entwicklung von Kindern empfindlich gestört haben…”

Mit besten Grüßen,

der Vorstand des BFAS

Petra Laßmann, Nicola Kriesel, Uwe Schröder, Klaus Amann, Matthias Hofmann und Petra Burmeister

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“…ich wende mich heute an Euch in doppelter Funktion:

a) als Mitarbeiterin des BFAS

b) als Autorin für das unerzogen-Magazin

Wir bitten also um Verständnis und Geduld bzgl. unserer langsamen Reaktionszeiten.

… Ich möchte mich auch noch für Euer Vertrauen in den Verband bedanken, dass Ihr uns Eure Kritik mitgeteilt habt.

Seid gewiss, dass wir das nicht im Sande verlaufen lassen!”

Mit besten Grüßen, Nicola Kriesel

(Vorstand BFAS e.V., Autorin des FSL-Schulportraits, Anm.)

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Dem Schluss-Satz von Frau Kriesel können wir in vollem Umfang zustimmen:

…wir auch nicht!

 

B.ye, B.ye Freie Schule, Uferweg 5, 88131 Lindau am Bodensee…

 

Wichtig!!! Die tollste Schule Deutschlands (www.freieschulelindau.de) sucht noch einen super tollen Lehrer für das neue Schuljahr.“

schrieb er noch vor nicht allzu langer Zeit als Aufruf in sein facebook-Profil.

Auf Xing bezeichnete er sich lange Zeit unbeanstandet und unrechtmäßig als „Betreiber“ der Freien Schule Lindau. Sicher auch dies ein unglückliches Versehen! …kann man ja leicht behaupten, wenn man beim Mogeln erwischt wird…

„Betreiber“ und Vorstand einer Privatschule am Bodenseeufer hört sich ja toll an! Geschäftspartnern und sonst wem soll suggeriert werden, dass man in „leitender Position“ tätig ist, dass einem eine ganze Schule gehört und man dazu noch im Vorstand ist – lange Zeit sogar als Vorsitzender. So ging auch das Schelmenstück auf Kosten dieser Schule, mit deren Federn er sich hier schmückte…

Und als dann jemand öffentlich berechtige Fragen nach dem Träger stellte, wurde der Eintrag binnen Stunden rechtssicher bereinigt… genauso, wie das Angebot der „Geist-Heil-Tätigkeit“ des Pädagogen, den er mit dem facebook-Aufruf für “seine” Schüler „gewinnen“ konnte… und der neuerdings auch etwas weniger öffentlich sein Heil-Wesen treibt…

Ach ja, und „die tollste Schule Deutschlands“ kann jetzt sehen, wo sie bleibt. Ohne ihn, der jahrelang die Strippen nicht aus der Hand gegeben hat. Zuerst in vorderster Reihe. Auch nach seinem Rücktritt aus dem Vorstand ging einfach nichts an ihm vorbei und er war im Hintergrund in wirklich jede Entscheidung einbezogen und empfahl auch immer weiterhin „seine“ Berater an die Schule. Er trägt mit einer Handvoll anderen aus dem inner circle der FSL die Verantwortung für personelle Entscheidungen, die jüngst dem pädagogischen Murks der letzten Jahre noch die Krone aufgesetzt haben. Nachzulesen ist das Ganze derzeit (wenn man sich beeilt!) noch in einem FSL-Lei(d)bild, dass die Würde des Schülers mit Füßen tritt und in Kürze sicher auch eine derart gründliche „Bereinigung“ wie die Xing- oder facebook-Profile erfährt, damit die FSL weiterhin – und wider besseres Wissen der Verantwortlichen in Berlin – ihr falsches Spiel hinter der Gutmenschenfassade im Bundesverband Freier AlternativSchulen mitspielen darf.

Wie schon viele Jahre zuvor, kam es nach einem Desaster, das diesmal Schulleiterin Nr. 5 (zugleich Busenfreundin des FSL-Machers, um den es hier geht und von ihm in der Schulleitung positioniert) in Teamwork mit ihrem Gatten und einer ganzen Schar von PädagogInnen verursacht hat, wieder einmal zu einer Massenflucht von Schülern und ihren Familien. Und weil nun zum ersten Mal auch welche dabei waren, die sich einen derartigen Etikettenschwindel nicht gefallen ließen, verschwanden die zu Dumping-Preisen an Land gezogenen Schwarz-Pädagogen so schnell wieder in ihren Schlupflöchern, wie lichtscheue Fabel-Wesen bei Tagesanbruch.

Anders als beim Eheversprechen „in guten, wie in schlechten Zeiten“, nimmt jener FSL-Betreiber nun flugs seine Gattin (Sponsorenlauf-Geldeintreiberin) und den eigenen Nachwuchs unter dem Arm und zieht weiter…

Möglichst schnell und erst, nachdem im Namen des Herrn noch ein paar ungerechtfertigte Mahnbescheide losgejagt wurden, die in Kürze den Weg der Verhandlung durch die gerichtlichen Instanzen und somit auch in die Öffentlichkeit antreten werden. Und auch deshalb so schnell, weil mit dem Ruf der Schule kein persönlicher Nutzen mehr erzielt werden kann. Auch wäre es ja durchaus denkbar, dass man sich ansonsten noch der ein oder anderen unangenehmen Frage stellen müsste… und das geht ja gar nicht, wenn einem so etwas wie das nötige Rückgrat hierzu  fehlt.

Instinktsicher, wie es den vierbeinigen Nagern an Bord eines Schiffes nachgesagt wird, muss man halt sehen, dass man lange vorher weg kommt, bevor es spürbar unangenehm wird…

Bezeichnend für die FSL ist dabei auch, dass hier nie wirklich um die Kinder/Schüler geht und mal alle dafür gerade stehen, dass die zuerst in die Rettungsboote kommen, was nichts anderes heißt, dass man das Geld nicht für irgendwelche Bauvorhaben bunkert, mit denen sich zukünftig einmal jemand ein persönliches Denkmal setzen will, sondern dass endlich einmal fähige Pädagogen angemessen für  ihre gute Arbeit bezahlt werden. Wäre es nicht das Wichtigste überhaupt, die berühmte „Anschlussfähigkeit“  für das künftige (Berufs-)Leben der Schüler sicher zu stellen?

Die wenigen Logenplätze in den Rettungsbooten, von denen aus man mit gebührendem Abstand beobachten kann, wohin die Reise des Mutter-Schiffes „Freie Schule Lindau“ geht, sind der Besatzung der Brücke vorenthalten…

…und so geht der (heimliche) Kapitän hier tatsächlich als erster von Bord…

Mal sehen, ob noch andere FSL-„Offiziere“ folgen werden, die den eigenen Kindern dann doch lieber eine etwas erfolgversprechendere Schulbildung angedeihen lassen wollen… auch könnte man ja prima Fahrgemeinschaften nach Wangen bilden… und dort auch wieder gemeinschaftlich das Ruder in die Hand nehmen…

 

Wir jedenfalls, die ig-falscheschulelindau,  wünschen der Familie des Ex-”FSL-Betreibers” auch an der Waldorfschule in Wangen immer eine handbreit Boden unterm Kiel!

 

PS: Nun muss man sich nur einmal die grenzenlose Wut der Zurückgebliebenen vorstellen… Während sie uns Kritiker via Internetforum der Schwäbischen Zeitung dazu auffordern, bzgl. Verbitterung, Verfolgungswahn und sonstiger ferndiagnostizierter Symptome einmal einen zu Arzt aufzusuchen, bemerken sie gar nicht den durchaus behandlungsbedürftigen Krankheitswert der eigenen Gewaltfantasien.

Projektionen wie  Die würden doch am liebsten die Schule niederbrennen.“  lassen uns nur erahnen und zugleich erschaudern, was im Innern dieser immerzu sanften und achtsamen Menschen in Wirklichkeit abgeht.

(„In der Psychoanalyse nach Sigmund Freud versteht man unter Projektion einen Abwehrmechanismus, bei dem eigene, unerwünschte Impulse z.B. im Sinne von Gefühlen und Wünschen einem anderen Menschen (oder Gegenstand) zugeschrieben werden.“ Quelle: Wikipedia)

Wahrscheinlich gelingt es denen nur noch unter großen Mühen, sich die Stinkwut auf die wahren Verursacher weg zu meditieren. Om…Auch ist die Vorstandsvorsitzende sicher immer noch so „offenen Herzens“, wie sie mir einmal schrieb….

Befänden wir uns noch im Mittelalter, dann wäre jetzt aber locker der Scheiterhaufen für diejenigen angesagt, die noch selbständig denken können und sich der FSL-Einheits-Meinung mutig wiedersetzt haben.

In einem Städtchen, in dem sich über Nacht ganze Horden in facebook sammeln und ein bunter Politiker sich öffentlich die Frage stellen darf, ob ein einzelner Mann in Lindau noch am richtigen Ort ist, weil er als einzelner Anwohner über einen Open-Air-Event beklagt hat, muss man offensichtlich mit derartig radikalem Gedankengut rechnen. Was letztendlich auch die Angst derer erklärt, die den Vorgänger-Generationen der FSL angehört haben und, da sie seinerzeit mit den gleichen  FSL-Machenschaften konfrontiert waren, einfach nur stillschweigend das Weite gesucht haben.

Denn in der Bussi-Bussi-Welt der FSL-Macher, einer pseudo-aggressionsfreien Gutmenschen-Zone, macht man auch intern halt gute Miene zum bösen Spiel, anstatt auf die wütend zu sein, die die Karre mit Vollgas in den Dreck gefahren haben.

Die aber bekommen unter dem Beifall des zahlenden Volkes noch  Zimbeln, Blümchen und warme Dankesworte zu Abschied, obwohl jeder im Publikum genau spürt, dass die sich nur feige vom Acker bzw. der Spielwiese machen, auf der man doch mit dem Geld des Steuerzahlers, dem der Eltern und – das ist das Verwerflichste an der Sache! – auf Kosten der in eine Statistenrolle gedrängtenSchüler, jahrelang soooooooo schön MONOPOLY spielen konnte….

Geld und Freie Schule Lindau, oder wie sieht es neben “Mang-Bodenseeklinik” finanziell aus?

Money, Money, Money, Geld regiert die Welt.

Doch was anscheinend viele Eltern nicht wissen deren Kind auf eine Schule in freier Trägerschaft gehen ist, die Tatsache, dass auch diese Schulen nach etwa 3 bis 4 Jahren des Bestehens öffentliche Gelder bekommen!

In Wikipedia ist da z.B. folgendes zu lesen:

Laut Statistischem Bundesamt wurden in 2009 ca. 6,2 Mrd. Euro für Schülerinnen und Schülern an Schulen in freier Trägerschaft ausgegeben. Ein Großteil der Ausgaben entfiel dabei auf die Vergütung des Personals. Die Ausgaben je Schüler an allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft beliefen sich demnach auf 7.000 Euro, an beruflichen Schulen in freier Trägerschaft auf 5.400 Euro im Jahr 2009. Etwa 15% der Mittel stammten dabei aus privaten Quellen (Elternbeiträge, Trägermittel, Fördervereine usw.). Der öffentliche Finanzierungsanteil belief sich auf 84% (allgemeinbildende Schulen), wovon 78% die Länder, 4% die Gemeinden und 2% der Bund zur Verfügung stellten.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Privatschule#Finanzierung_und_steuerliche_Ber.C3.BCcksichtigung

Wenn man sich nun ferner vor Augen hält, dass die Zahlen noch vom Jahre 2009 stammen und mit Sicherheit aufgestockt wurden, kann man sich bei einer Schülerzahlvon 150 ausrechnen, dass da eine Summe von ca.:1. 000.000,-€, in Worten:Eine Million Euro,

nur aus Zuschüsse von Land, Stadt und Bund zusammenkommen muss. Wobei hier die Fördergelder seitens Jugendamt, und für das Schuljahr 2013/2014 geplanten Gelder des Bezirk Schwabens, noch nicht berücksichtigt sind.

Hierzu kommt noch das bekannte, vor allem so dringend benötigte Elterngeld dazu.

Berechnet man dieses mit der Stufe 4 von den insgesamt7 Einkommensstufen, welche die Freie Schule selbst als durchschnittlichen „Basissatz“ ansieht, dann kommt man auch hier auf lukrativeZahlen.

Bei 12 Monaten die man durchgehend bezahlt, und den Basissatz von 220,-€ annimmt, sind das 2.640,- € Schulgeld im Jahr. Multipliziert man nun auch diese mit 150 Schülern, dann sind das zusätzliche 396.000,-€.

Doch mit dem Geldfluss alleine ist es ja noch nicht getan, denn wie wir wissen sind auch Dienste und Arbeiten ihr Geld wert. Da die Schule laut Schulvertrag von Minimum 40 Arbeitsstunden je Familie ausgeht, und diese im Falle der Nichtableistung mit weiteren 40,-€in Rechnung stellt, kann man sich auch diese Einnahmequelle hochrechnen.

40 Std. je 40,-€ ergeben 1.600,-€ geldwerter Vorteil durch Leistung oder Bareinnahme je Familie. Auch hier ausgehend von einer Schülerzahl von 150, ergibt sich nochmals eine Summe von

240.000,-€

1.000.000,-€

+396.000,-€

+240.000,-€

1. 636.000,-€ Einnahmen pro Jahr!

Nun stellt sich hier die Frage, wohin fließen diese Gelder bzw. wie werden sie aufgeteilt?

Nach unserer Erfahrung an der Freien Schule Lindau liegt es zumindest nicht daran, dass

hochqualifizierte, erfahrene Pädagogen mit „Spitzenlöhnen“ bezahlt werden müssen, sondern Großteils junge, unerfahrene, Pädagogen ihren Dienst tun.

Diese sind in der Regel dann nur dankbar eine Anstellung zu bekommen, mit der Aussicht auf einen nach der Berufspraxis orientierten „Normal-Lohn“.

“Unerzogen” oder “Schulkarriere ohne Wechselstress”? Freie Schule Lindau tanzt mit wechselden Gewändern auf allen Hochzeiten…

 

Schade, dass es (noch) keine Organisation namens „schoolwatch“ gibt, dachte ich neulich so bei mir, als ich das Schulportrait der Freien Schule Lindau im unerzogen-magazin des tologo-Verlages endeckt habe.  Nur ein paar Tage zuvor gab ich im Internet meine Stimme für die Wahl zum „Goldenen Windbeutel“ ab. Die Verbraucherschutz-Organisation „foodwatch“  verleiht eine solche Trophäe regelmäßig an das Unternehmen mit der dreistesten Werbelüge in der Branche. Da gehören zu Recht auch immer die Firmen zu den Nominierten, die nicht einmal davor zurückschrecken, den ganz jungen Menschen ein X für ein U vorzumachen. Die Preisträger zeichnen sich regelmäßig dadurch aus, dass sie bereit sind, für ihren unternehmerischen Erfolg eine gesundheitliche Gefährdung der Kinder zumindest in Kauf zu nehmen.

Hier zunächst das Schulportrait im unerzogen-magazin für die, die es noch nicht kennen:http://www.freieschulelindau.de/images/presse/unerzogen-1-2013-s31-s34.pdf

Nach unseren Erfahrungen ist es einer Privat-Schule möglich, sich mit einer Mitgliedschaft im Bundesverband Freier Alternativschulen ein werbewirksames Image zuzulegen, ohne sich im Anschluss an die Verbandsstatuten halten zu müssen. Dabei sind die Grundsätze für alle Mitgliedsschulen bereits bei der Aufnahme verbindlich anzuerkennen und es wird vollmundig damit geworben – in Leitbildern, Presseartikeln und auf den Homepages – schafft dies doch ein Höchstmaß an Vertrauen. Auch wirkt diese Mitgliedschaft aufgrund dieses Vertrauensvorschusses gegenüber dem BFAS und bewährten Mitgliedsschulen wie ein Türöffner im Genehmigungsverfahren der staatlichen Schulämter. Schließlich feiert der Verband in diesem Jahr bereits sein 25jähriges Bestehen. Einmal erteilt, sichert diese (staatliche) Genehmigung einer Privatschul-Initiative wiederum den Zustrom von Massen an Steuergeldern, die in derartige (Ersatz-)Schulmodelle fließen. Die Betreiber aber können – anders als an öffentlichen Schulen – mehr oder weniger machen, was sie wollen, sobald die Hürde “Genehmigung” genommen ist.

Verweisen oder berufen sich gar Eltern auf die verbindlichen Statuten für BFAS-Mitgliedschulen, weil es ja auch unter genau diesen Bedingungen zur Unterzeichnung des Schulvertrags mit der Freien Schule Lindau kam, dann werden sie öffentlich als Querulanten abgestempelt, die angeblich eine Schule nach eigenem Gusto ummodeln wollen. Man unterstellt ihnen damit – wie so oft – genau das, was man selbst getan hat: Das Gründungskonzept wurde gemäß der wirklichen Bedürfnisse der FSL-Macher kurzerhand umgemodelt. So nach dem Motto: Wir machen was wir wollen, Papier ist geduldig und wem es nicht passt, der kann ja gehen… allerdings nicht, ohne vorher noch kräftig zur Kasse gebeten zu werden!

D.h., man hat hier erfolgreich ein Machtgefüge etabliert, das aufgrund der eigenen Interessenlage eine Abkehr vom Gründungskonzept durchzusetzen konnte.

“Was können andere, die sich für uns interessieren, erwarten, wenn sie sich an uns wenden, wenn sie ihre Kinder bei uns anmelden, wenn sie sich mit uns auf den Weg machen wollen?“

fragt man sich wörtlich im neuen Imagefilm des Bundesverbandes Freier Atlernativschulen. Eine durchaus berechtigte und längst überfällige Frage, wie ich finde. Denn, sollte man zumindest nicht das, was die Grundlagen und Wuppertaler Thesen aussagen und z.B. von der Freien Schule Lindau bei jeder sich bietenden Gelegenheit vollmundig nach außen getragen wird, für sein Kind erwarten dürfen?

“Wir sind Mitglied im Dachverband Freier Alternativschulen; dessen Grundsätze sind auch für uns gültig:”…

lesen Interessierte auf Seite 3 des aktuellen FSL-Leitbildes, also auch Neu-Eltern. Und die verlassen sich darauf und beziehen dies in ihre Entscheidung zur Unterzeichnung des Schulvertrages mit ein.

Wie sollen Neu-Eltern durchschauen können, dass es hier scheinbar keine Qualitätssicherung gibt? Wenn Eltern sich allerdings auf derartige Grundsätze berufen, weil sie definitiv nicht eingehalten werden und es deshalb ihren Kindern schlecht geht, dann müssen sie erkennen, dass sich weder die Schulleitung oder der Vorstand dafür interessieren – ja noch nicht einmal der Elternrat…

Und wenn diesen “aufmüpfigen” Eltern dann unterstellt wird, mit ihren “Forderungen” die Schule “ummodeln” zu wollen, so zeigt das in meiner Wahrnehmung nur eines überdeutlich – nämlich, wie meilenweit sich die FSL in Wahrheit bereits von den warmen Worten ihres Gründungskonzepts entfernt hat. Wie sonst könnte man befürchten, nach einer Rückkehr dorthin, eine vollkommen ander Schule vorzufinden?

Man erzählt also an der Freien Schule Lindau nicht nur Delegationen des Elite-Internats Schloss Salem oder des unerzogen-Magazins ausschließlich das, was für deren Ohren bestimmt ist, also der jeweiligen pädagogischen Ausrichtung oder dem Menschenbild des Gegenübers entspricht. Auch beim Aufnahmegespräch für Neuschüler wird den Eltern immer jeweils das versprochen, was diese gerade an dieser Schule zu finden hoffen. So manch einem Macher von “Freie Schule” ist mittlerweile jedes Mittel recht, damit den Eltern (meist geht es überhaupt nicht vorrangig um die Kinder, so mein Eindruck) das staatliche Schulsystem erspart bleibt. Was sind da schon durchschschnittlich 200 Euro? Die legt man monatlich gerne auf den Tisch, wenn man auf diese Weise dem Übertritts-Stress und der Macht der Lehrer an einer öffentlichen, staatlichen Schule geschickt aus dem Weg gehen kann. Denn die Lehrer dort tanzen eben nicht brav nach der Eltern-Pfeife und sprechen auch Schulempfehlungen aus, über die Eltern oftmals not amused sind. Kein Posten mehr, in irgendeinem Gremium – keine Einflußmöglichkeit mehr, die das eigene Kind schützt…

Um diese Einflußmöglichkeit an einer “Freien Schule” aber beibebehalten zu können, wird es mehr und mehr egal, welche pädagogische Richtung die einzelnen Neu-Eltern für ihre Kinder wünschen. An der FSL werden Sie geholfen! Auch “Montessori” gibt es auf Bestellung. Die unerfahrenen Lehrerinnen sind zwar schon ein, manchmal auch zwei Jahre lang Stammgruppenleiterin eines Erst- bzw. Zweitklässlers, bevor sie zum ersten Montessori-Seminar angemeldet werden. Aber egal, Hauptsache, das Bestehen der Schule ist gesichert und in den unteren Jahrgängen rutscht immer genug zahlende Kundschaft nach. Auch die Löcher, die von einer mittlerweile großen Anzahl abwandernder Familien hinterlassen wurden, werden möglichst rasch wieder gestopft. Ehemalige FSL-Eltern, die sich treffen, aber leider jetzt erst austauschen, nachdem sie ihre Kinder von der Schule genommen haben, wissen mittlerweile auch, wie das bisher immer  funktioniert hat. Zunächst einmal haben wir festgestellt, dass in den Familien die pädagogischen Vorstellungen und Wünsche bzgl. des schulischen Lernens unserer Kinder z.T. gegensätzlicher nicht sein können. Mittlerweile leuchtet uns allen ein: ob “Montessori”, Hausaufgaben, totale Selbstbestimmung, Früh-Englisch, Gymnasialreife zum Zeitpunkt des Übertritts, feste Arbeitsplätze im Klassenraum, engmaschige Lernziel-Kontrolle, katholische oder evangelische Religionslehre – all das (und noch viel mehr) wird Eltern im Aufnahmegespräch zugesagt… Den sogenannten “neuen Korridor” hat mir die vorletzte Schulleiterin einmal ausführlich erklärt, als ich mich auf die Modalitäten berief, zu denen wir unseren Vertrag unterzeichnet hatten. Das hörte sich ziemlich genau so an: “Wir sind jetzt praktisch mehrere Schulen in einer. In der Mitte das ganz normale Lernen mit Anteilen von Freiarbeit, aber es gibt auch in jeder Stammgruppe Schüler am jeweiligen äußeren Rand, d.h. auch Kinder die selbstbestimmt lernen und Schüler, deren Eltern strenge Maßstäbe anlegen, wenn es um das zeitgerechte Erreichen der lehrplanmäßigen Lernziele geht.”

Meine Frage, ob sie sich vorstellen könne, was eine solche Situation mit den Schülern macht und wie sich ein (dem Elternwillen entsprechend) “paukender” Schüler fühlen mag, wenn neben ihm jemand das arbeitet, worauf er gerade Lust hat, blieb unbeantwortet…

Aus dem Protokoll der Schulleitungs-Sitzung vom 01.02.2012 zur Akquise von Neuschülern:

“Neu: Es soll auf dem Plakat ersichtlich sein welche Abschlusse an der FSL moglich sein werden. (Grund- und Hauptschule mit MZweig) um auch Eltern auserhalb der Reformpadagogik anzusprechen bzw. diese dann von der FSL zu uberzeugen.”

 

 „Freie Schule bietet Schulkarriere ohne Wechselstress“

lautete im Frühjahr 2012 der Titel eines Schulportraits der Freien Schule Lindau e.V. in der Lindauer Zeitung. Die pädagogische Schulleiterin Nummer 5, von den insgesamt bisher 6 Schulleitungen in den 7 Jahren des Bestehens der FSL (und mittlerweile wieder in den Schoß des staatlichen Regelschulsystems zurückgekehrt), ließ dort die Leserschaft u.a. wissen

„Es gibt aber regelmäßig Kinder, die uns nach der vierten Klasse verlassen und dann aufs Gymnasium gehen. Und die fädeln sich erfreulicherweise oft in der Spitze ihrer Klasse ein.“

Quelle: http://www.freieschulelindau.de/images/presse/2012-03_FSL_LZ_Bericht.jpg

Tja, wenn das der eigentliche Sinn und Zweck zum Betreiben einer Freie Alternativschule ist, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn (als sei es das Selbstverständlichste der Welt) eine Stammgruppenleiterin der sogenannten „Ankommen-Stufe“ uns Eltern mailt:

Hallo,

XX soll heute bitte 1 Seite zuhause schreiben.

Die Arbeitshaltung war heute leider nicht da nach der Pause.

Ich danke euch für die Unterstützung,

XY 

Und erst rückwirkend wird dabei klar, weshalb – bis hin zum Vorstand – niemand  unsere Empörung hierüber teilte. Ja, man mahnte sogar die angeblich bestehende „Erziehungspartnerschaft“ an, als wir mitteilten, dass wir weder uns, noch die Schule für „erziehungsberechtigt“ an unserem Kind halten und wir uns schon gar nicht mit irgendjemand zu Disziplinierungszwecken oder sonst etwas gegen unsere Tochter verbünden werden. Denn die wollte an diesem Tag einfach nur lieber malen als multiplizieren, wie sich später herausstellte, und setzte sich laut warnender Auskunft ihrer Schulbegleiterin ab diesem Zeitpunkt auch den Protesten und einem stetig wachsenden Unmut der Mitschüler aus. Während wir für unsere Tochter das von der Schule durchaus angepriesene “selbstbestimmte Lernen” einforderten, musste derweil ein Großteil ihrer Mitschüler in erziehungspartnerschaftlicher Abstimmung mit den jeweiligen Eltern leider die von Frau Lehrerin gewünschte „Arbeitshaltung“ zeigen …

Bis zu diesem Ereignis und all dem, was bis zu unserer fristlosen Kündigung noch folgen sollte, waren auch wir Eltern der durchaus oftmals sehr großen Versuchung erlegen, den Lippenbekenntnissen der FSL-Festredner immer einmal wieder mehr zu trauen, als unserer eigenen Wahrnehmung. Kein Wunder, weil ja eigentlich nicht sein kann, was an einer Freien Alternativschule nicht sein darf. Und so erging es ja auch den Autoren des unerzogen-magazins, die zwecks Schulportrait für ihre Kinderrechts-Zeitschrift extra aus Leipzig bzw. Berlin angereist waren. Die Dame im Autoren-Team ist zugleich Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Freier Alternativschulen.

Das unerzogen-magazin:

Dass es den Autoren des unerzogen-magazins bei ihrem Besuch in Lindau ähnlich erging, das ist mein Eindruck, wenn diese beschreiben, dass sie bei den „so wohlerzogenen“ Kindern auch das Fehlen von Impulsivität  bemerken. Auch hinterfragt man das zunächst. Warum und woher dann im direkten Anschluss sowohl „Lebendigkeit und Respekt“ als auch „Bewegung und Rücksichtnahme“ als sich zwar nicht ausschließende, aber dennoch scheinbare „Gegensätze“ erinnert werden, und das Wahrgenommene damit auf einmal plausibel erscheinen soll, erschließt sich mir auch nach mehrmaligem Lesen leider nicht.

Als die Verfasser des Schulportraits etwas zum „gepflegten Weiß“ an den Wänden des Schulgebäudes anmerken, entgegnet ihnen Frau St., die derzeitige Schulleiterin

 „Es gibt schon Ideen der Eltern und Schüler. Nur Geduld!“.

Stimmt, sage ich dazu, denn ein Höchstmaß an Geduld war schon immer angesagt! Allerdings nur bei den Schülern. Die hätten in den mehr als 7 Jahren, in denen die Freie Schule genau hier in diesem Gebäude ihr Zuhause hat (gegenüber unerzogen nannte man lt. Text anscheinend 2 Jahre!), gerne einmal Farbe ins Spiel gebracht. Auch fanden die Gestaltungswilligen unter ihnen vereinzelt unterstützende Erwachsene, wie z.B. einen sehr engagierten Künstler. Dennoch sind die jungen Leute mit ihrem Ansinnen jedes Mal – und das im wahrsten Wortsinn – gegen weiße Wände gelaufen.

Denn diese “eher altmodische“ Art der Farbgebung ist nun einmal der eigentlichen Eltern-Zielgruppe geschuldet. Der ist oftmals das Wort „alternativ“ im Namen der Schule schon zu viel und man mag den Schülern dabei auch nicht allzu viel „frei“ zugestehen. Denn das geht denen ja definitiv alles von der ach so wertvollen Zeit zum Erreichen der elterlichen Lernziele ab…

Und ob man es auf der hinteren Insel in Lindau auch ohne dieses gepflegte Altbau-Weiß zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrags mit dem Internat Schloss Salem gebracht hätte?

„Die Delegation von Schloss Salem war für Hospitationen vor Ort, hat sich die Schule mit ihrem Konzept und den Lernbegleitern sehr genau angesehen und sich einhellig begeistert gezeigt. So werden die Schüler in unser Schulsystem eingeführt, abgesprochen mit den Zuständigen von Salem“ 

teilt man dem Gros der Eltern, also denen, die keinem Gremium der Schule angehören,  wie gewohnt erst dann mit, wenn der geschäftliche Teil bereits unter Dach und Fach ist. Die Schulleitung der Freien Schule Lindau zeigt sich dabei gegenüber diesem Teil der Elternschaf sehr erfreut, nun Dienstleister für das Internat Schloss Salem zu sein. Das Ganze in Geschäftspartnerschaft mit der Sprachenschule eines der Schulgründer und FSL-Vaters. Zukünftige Internatsschüler (im Schuljahr 2011/2012 kamen die aus China und Korea) werden so zu Gastschülern der Freien Schule Lindau. Gegen Cash tragen die FSL-Macher so auf dem Rücken der sowieso schon überlasteten Pädagogen (es liegen Protokolle vor, die die Überlastung belegen) dafür Sorge, dass den asiatischen FSL-Gastschülern die, für den reibungslosen Einstieg am Elite-Internat erforderlichen Deutsch-Kenntnisse vermittelt werden. Und damit auch sichergestellt ist, dass jetzt keiner mehr wagt zu meckern, teilt man der Elternschaft mit „Die Möglichkeit, sich mit anderen Kulturen, Religionen, Werten und Persönlichkeiten über diesen Weg auseinanderzusetzen, ist sicher einmalig für alle Beteiligten. Neben diesen Aspekten ist die Zusammenarbeit auch finanziell interessant, so dass wir als Schulgemeinschaft weiter unserem Anspruch auf Qualität gerecht werden können.“

Ich wäre allzu gerne einmal dabei, wenn die Schulleiterin oder die Vorstandsvorsitzende der Freien Schule Lindau einer Gruppe, bestehend aus Vertretern des Internats Schloss-Salem, des Bundesverbands Freier Alternativschulen, des zuständigen staatlichen Schulamts und der Redaktion des unerzogen-magazins gleichzeitig das Schulgebäude zeigt, das pädagogische Konzept der Freien Schule Lindau erläutert und sich den Fragen der interessierten Gäste stellt…

Die neue Schulleiterin im unerzogen-magazin:

„Allerdings bin ich freiwillig aus dem staatlichen Schulsystem gegangen. Mir ist die Wertebindung und –bildung der Kinder wichtig, nicht eine Dogmatisierung.“ erläutert die neue Schulleiterin den Autoren Nicola Kriesel und Jan Kasiske Ihre Motive für den Wechsel aus dem staatlichen Schulsystem. Und weiter steht im Text: „In einem einzigen Punkt ist sie absolut kompromisslos: Noten werden – so lange sie hier arbeitet – nicht eingeführt, auch nicht ansatzweise. Dafür hat sie das staatliche Schulsystem verlassen.“  Hört, hört! bleibt mir da nur auszurufen. Denn das ist die Variante, die man der kritischen unerzogen-Leserschaft unterjubeln will.  Im Herbst 2012 hört sich das Statement von Frau St. in der Lindauer Zeitung aber ganz anders an. Im Artikel „Auch Schule muss stets lernen“, auf den auch der BFAS in seinem Infobrief 04-2012 aufmerksam macht, kann man über den Wechsel von Frau St. nachlesen: „Zuletzt war sie wieder an einer Brennpunktschule in Friedrichshafen. Wo ich auch geblieben wäre, wenn nicht die Anfrage aus Lindau gekommen wäre“, macht sie klar, dass sie nicht aus Frust aus dem staatlichen Schulsystem ausgestiegen ist.“

Quelle: http://www.schwaebische.de/region/bodensee/lindau/stadtnachrichten-lindau_artikel,-Auch-Schule-muss-stets-lernen-_arid,5316769.html

Dazu passt es auch, wenn Frau St. hier für unerzogen einerseits viel- aber auch irgendwie nichtssagend zum Besten gibt „Seit zwei Jahren sammeln sich die Kolleginnen, die hier was wollen“.

Ich selbst habe als Mutter einer Schülerin weite Teile dieser 2 Jahre noch hautnah miterlebt. Und was genau dieses „Wollen“ angeht, so ist es in meinem Ermessen definitiv nicht mit dem „Recht des Kindes auf Freiheit, Achtung, Würde“ (Ekkehard von Braunmühl) vereinbar. Erwachsene, ob Lernbegleiter oder Elternteile, die sich an der Freien Schule Lindau uneingeschränkt FÜR diese Rechte der Kinder einsetzten, hatten es von diesem Tag an sehr ungemütlich bei denen, die sich an dieser Schule seit Gründertagen sammeln, weil sie, die Erwachsenen, hier „was wollen“. Für all diejenigen, ob Festangestellten oder Honorarkräfte, die im Laufe der 7 Jahre u.a. auch gegangen sind, weil sie sich als wirkliche „Lernbegleiter“ der Kinder sahen und so zu „Störfaktoren“ an der FSL wurden, ist diese Aussage von Frau St., der neuen Schulleiterin, somit ein Schlag ins Gesicht.

Die Lernateliers im unerzogen-magazin:

Auch hier, zu den Lernateliers, gibt man in geschickter Weise nur das preis, was für “unerzogene” Augen und Ohren bestimmt bzw. erträglich ist:

„Im Nachmittagsbereich, den Lernateliers von 13-16 Uhr, werden Theater, Körper und Bewegung, Zirkus, Schülerband, Malen und Gestalten oder Kochen angeboten.“

 Je nach Lebensalter sind 1-3 Lernatelier-Tage pro Woche für die FSL-Schüler ein Muss und im scheinbar ungelesenen aktuellen Leitbild der Freien Schule Lindau steht dazu wörtlich:

-Die Lernateliers bieten Kindern die Möglichkeit, die Lerninhalte unter Leitung der Pädagogen zu üben und zu vertiefen. Diese erübrigen somit die „klassischen Hausaufgaben“. (S.14)

-Die Lernenden wählen von Montag bis Donnerstag  Nachmittage aus (drei Nachmittage sind verpflichtend auszuwählen). (S.19)

Quelle: http://www.freieschulelindau.de/images/pdf/FSL-Leitlinien_2012.pdf

 

„Wenn Du…, dann darfst Du auch …“oder

„WIR hatten doch vereinbart, dass DU…“

 hörte ich immer und immer wieder aus FSL-Pädagoginnen-Mund, wenn ich im Gespräch mit einer Lernbegleiterin war und ein Schüler/eine Schülerin uns wegen  einer Bitte unterbrach. „Sehr gut – Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ pflegte ich den Damen zu sagen, wenn die so „Wohlerzogenen“ außer Hörweite waren und erntete immer nur Blicke voller Fragezeichen…

Jungen Menschen zu suggerieren, sie seien  „frei“ in ihrer Art zu lernen und auch “frei” sich auf diese Weise die Welt zu erschließen und sie dann (oftmals in Absprache mit den Eltern) in einer subtilen und meist nicht zu durchschauenden Weise zu gängeln, das ist in meinen Augen eine besonders verwerfliche und auch sehr feige Weise der Machtausübung durch Erwachsene. Dem Kind wird so nicht nur der eigene Wille aufgezwungen, sondern es wird auch noch in weiten Teilen der Möglichkeit beraubt, in angemessener Weise, d.h. auch verständlicherweise aggressiv, auf eine solche Beschneidung seiner Menschenrechte zu reagieren.  Und so richtet in meinen Augen eine Schule, die offiziell nach außen trägt, dass ihre Schüler gedrillt werden, weniger Schaden beim Schüler an, als eine Schule, bei der unter dem Deckmantel der Freiheit krasse Manipulationen an der Tagesordnung sind.

Ein – wie ich finde – treffendes Beispiel hierzu anlässlich eines Sponsorenlaufs an der FSL:

Eine sehr große Anzahl der Schüler hatte scheinbar gute Gründe, sich nicht an dem Lauf zu beteiligen. „Wer nicht mitläuft, behindert das Projekt!“ ließ die Organisatorin den Schülern über die Eltern als Erfüllungsgehilfen schriftlich mitteilen.

Sogar des Schimpfens über die Schule im Allgemeinen und über die LehrerIn im Besonderen wird ein Schüler an einer solchen Schule beraubt. Denn, wenn es Eltern schon nicht wagen, durch Kritik an den Pranger für „Nestbeschmutzer“ zu geraten und Ausgrenzung erfahren, sobald sie am “Alles-ist-immer-nur-toll-Image” der Schule kratzen, ja, wie sollen dann ihre Kinder diesen Mut finden, wenn sie mit dem, was da mit ihnen geschieht, nicht einverstanden sind?

Wenn das äußere Bild einer “aggressionsfreien Zone” zwanghaft aufrecht erhalten werden muss, so erfordert das von den jungen Menschen sehr wohl ein gehöriges Maß an Impulskontrolle. Und so kooperieren die Schüler lieber. Die Erwachsenen stehen fein da, indem sie auch die absurdesten Dinge zum “Schülerwillen” erklären. Im unerzogen-Artikel steht wörtlich:

Sie (eine der Schulgründerinnen, FSL-Mitarbeiterin und Mutter, Anm.) erzählt uns noch einiges mehr: Zum Beispiel habe das seit zwei Jahren zur Miete bezogene Gebäude einen Wasserzugang. Leider dürfe der aber aus versicherungstechnischen Gründen nicht genutzt werden. Glücklicherweise entschieden die Schüler sich in der Vollversammlung ohnehin gegen die Wassernutzung während der Kernschulzeit bis 14 Uhr.

Wie wohlerzogen! Sogar hier, bei einem wirklich notwendigen Verbot, sonnen sich die Erwachsenen noch in der Zustimmung durch die Schüler….

Die Aufsicht ist nicht zu leisten, die Verantwortung zu groß, Baden verboten! So einfach wäre das und die Schüler dürften es entweder verstehen oder endlich auch einmal sauer sein…

Mir jedenfalls fehlt es jedenfalls gewaltig an Impulsivität und ich werde mißtrauisch, wenn Erwachsene stolz davon berichten, dass junge Menschen zwischen 5 und 15 Jahren sich (es sei denn, sie wollen den Erwachsenen damit gefallen!) “gegen die Wassernutzung während der Kernschulzeit” entscheiden.

Hier hat man wohl auch wieder ein wenig “nachgeholfen” von Seite der Erwachsenen. Denn einerseits ritten Vorstandsleute auf der “Prof. Hüther-Welle” mit, und es gab einen Vortrags- und Workshopabend mit viel Applaus, u.a. auch für die Feststellung, dass man einen anderen Menschen nicht wirklich “motivieren” kann. Genau die gleichen Leute aber schreiben den Eltern im Vorfeld des alljährlichen Sponsorenlaufs einen eindringlichen Brief. Darin teilen sie zunächst auf den Cent genau mit, wie viel Geld die Schüler beim letzten Mal für sich “erlaufen” haben und rechnen vor, wie viel es hätte sein können, wenn doch nur alle mitgelaufen wären…und dann noch:

“Es ist toll, wenn Sie diese Motivation der Schüler mit fördern, um ihnen die Möglichkeit zu geben soziales Engagement zu zeigen.

Ja, es schon ein Kreuz mit den Schülern! Die jungen Menschen sind von Natur aus scheinbar absolut unsozial. Gäbe es nicht so engagierte Erwachsene, die ihnen derart besondere Gelegenheiten verschaffen, sich joggend ein super-soziales Image zuzulegen, dann wäre es sicher verdammt schlecht um diese Jugend bestellt…und manch einen muss man halt nicht nur zu seinem Glück, sondern auch zu seinem Sozial-Sein zwingen.

“Mir ist die Wertebindung und -bildung der Kinder wichtig” wird die neue Schulleiterin im unerzogen-magazin zitiert.

Prima, schon wieder jemand, der mit den Kindern an dieser Freien Alternativschule hier in Lindau “etwas will”…

 

Und weil es mir an dieser Stelle wieder einmal sehr passend erscheint, hier ein Zitat von

Theodor W. Adorno

Nur am Widerspruch zwischen dem, was etwas zu sein beansprucht, und dem, was es wirklich ist, lässt sich das Wesen einer Sache erkennen.


 

Sucht man in Google den “Bundesverband der Freien Alternativschulen e.V.”, kurz BFAS Berlin, dann findet man die Freie Schule Lindau e.V., Uferweg 5, 88131 Lindau / Bodensee unter den Mitgliedschulen…

 

Ist die Freie Schule Lindau e.V. tatsächlich eine sogenannte Freie Alternativschule?

Wie alle anderen Mitgliedschulen auch, hat die FSL mit der Zugehörigkeit zum BFAS dessen Grundsätze und Thesen  als verbindlich anerkannt. Vieles von dem, was mittlerweile von Elternseite an der FSL beanstandet wurde, widerspricht aber diesen Statuten.

Seinerzeit haben wir die Zugehörigkeit der Freien Schule LIndau zum BFAS mit in die Waagschale geworfen, als es um unsere Entscheidung bei der Schulwahl ging. Insofern geht es uns hier auch darum, dass potentielle Neu-Schüler und ihre Eltern (anders als wir damals!) die Möglichkeit erhalten zu erfahren, dass Kinder und Eltern u.U. hinter den FSL-Kulissen in vielfältiger Weise mit Dingen konfrontiert werden, die im krassen Widerspruch zu dem stehen, was die Schule nach aussen vogibt zu sein und man demzufolge erwarten dürfte. Dabei geht es uns nicht darum die Eltern zu bekehren, die bereit sind, ihre Kinder kritiklos Situationen auszusetzen, die an den meisten Freien Alternativschule absolut undenkbar wären und einen Protest der Elternschaft hervorrufen würden.  Es gibt eine Reihe von FSL-Eltern, die mit den “Erziehungsmethoden” der Schule durchaus einverstanden sind, diese sogar wünschen oder sie zumindest nicht kritisieren wollen.

Auf der Suche nach einer “Freien Alternativschule” befinden sich aber andernorts i.d.R. Eltern, die ebenso wie wir nicht bereit sind, mit “Lehrern” so etwas wie eine “Erziehungspartnerschaft” einzugehen und sich auf diese Weise so mit jenen – oftmals auch gegen die Interessen und Rechte des eingenen Kindes – zu verbünden. In loser Reihenfolge veröffentlichen wir nun an dieser Stelle belegbare Sachverhalte, die interessierten Schülern und ihren Eltern einen Einblick in das Schulleben hinter der so “freien” Fassade dieser Lehr- und Erziehungsanstalt ermöglichen.

Money, money, money…..

Scheinbar sollen Kinder schon ganz früh verstehen, dass es bei einem sogenannten “Sponsorenlauf” an der Freien Schule Lindau e.V. in erster Linie darum geht, so viel Geld wie möglich für die FSL zu scheffeln. Damit das gelingen kann, werden Anreize geschaffen, indem z. B. auch „soziale Projekte außerhalb der Schule“ (Beispiel hier: Familie, die Opfer eines Hausbrands wurde) mit gefördert werden sollen und man die Kinder – so sehe ich das – auf diese Weise effektiver auch moralisch und Mitmach-Druck setzen kann und die Sponsoren großherzig noch einmal deutlich tiefer in die Tasche greifen, als das sonst der Fall wäre. Auch wird immer hervorgehoben, dass scheinbar die Kinder über den (externen) Verwendungszweck „entscheiden“. Die aber bekommen Projekt-Vorschläge von den Erwachsenen genannt (Club Vaudeville, Umwelt-Projekte) und haben so die Auswahl zwischen a+b und das nennt man dann “demokratische Entscheidung”. Auch werden ihnen – wie im Beispiel hier – die tatsächlichen Einnahmen und die fiktiven Einnahmen vorgerechnet.  Im finanziellen Bereich wird so – das ist meine Wahrnehmung – „Druck gemacht“.

Hier eine über das Schulbüro versendete Mail, deren Inhalt von den Eltern an die Kinder weitergeleitet werden soll. Wir haben das als Nötigung gegenüber den Kindern empfunden und seinerzeit lieber freiwillig (und nur zugunsten der Schule) gespendet, damit unser Kind nicht diesem Druck ausgesetzt ist. Unsere Elternkritik, bei der wir die Organisatorin baten, auch die Erschöpfung der Kinder, insbesondere der Jüngeren, am Ende eines stundenlangen Schulfestes bei zukünftigen Planungen  zu berücksichitgen, blieb unbeantwortet und auch beim folgenden Sponsorenlauf unberücksichtigt..

Heute, mit dem zeitlichen Abstand und weiteren Kenntnissen über all die Aktionen in der Schule, die in erster Linie auf  finanzielles  Wachstum ausgelegt sind, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Art des Vorgehens durchaus an Machenschaften von schulfremden Organisationen erinnert, die auch nicht davor zurückschrecken, einen gewissen Druck auszuüben und Mitgliedern vorrechnen, dass sie mit größerem Einsatz noch mehr Geld zusammentragen könnten.

Von:office@freieschulelindau.de
Betreff: Rückblick Taschu
Wichtigkeit:
Hoch

 Liebe Eltern,

im Anhang bekommt ihr einen kurzen Rückblick von K. B. über unseren Sponsorenlauf am Tag der Freien Schule.

Wir würden euch bitten, dass ihr diesen Brief an eure Kinder weiterleitet.

Es wäre schön, wenn die Kinder sich nochmal Gedanken darüber machen würden. 

Was Wäre Wenn ! (große Schriftgröße im Original!)


…….

Schöne Grüße

C.

 

Hier der angekündigte Anhang der vorangegangen Mail aus dem FSL-office (Wichtigkeit: HOCH!), die tatsächlich (und wie man sehen kann , auch schon von dort aus mit besonderem Nachdruck: Was Wäre Wenn ! ) an die Kinder gerichtet und über die Elternadressen versendet wurde:


 Für die Schüler und Pädagogen der Freien Schule

…..

Es ist für mich immer wieder eine Freude dieses kleine Event zu organisieren, weil jeder versucht diesen Sponsorenlauf erfolgreich werden zu lassen.

Zum einen die Schüler und Lehrer mit der aktiven Teilnahme am Lauf, aber auch all die anderen, die unterstützen: Zähler, Teekocher, Publikum … .

Es ist ein Projekt geworden, bei dem ganz allein ihr Schüler die Möglichkeit habt eure

großen und kleinen Wünsche realisieren zu können.

 

Jeder der mit läuft trägt dazu bei, den Projekten ein Stück näher zu kommen und jeder der nicht mit läuft behindert das Projekt.

 

Hier eine kleine Statistik:

Von ca. 135 Schülern der FSL

sind insgesamt 20 Kids der Stufe „Ankommen„ mitgelaufen

25 Kids der Stufe „Erweitern„ mitgelaufen

14 Kids der Stufe „Vertiefen“ mitgelaufen.

 

Insgesamt gesehen sind also nur 50 % der Schüler dabei gewesen.

Das ist sehr schade!

Es sind noch nicht alle Sponsorenlaufgelder eingegangen, aber wir haben bisher etwa 2.700,-€ erhalten. Stellt euch vor: Wenn alle mitgelaufen wären, könnte es der doppelte Betrag sein, also 5.400.-€ !

Es muss nicht jeder 1 Stunde lang oder 25 Runden laufen.

 

Wichtig ist der Einsatz jedes Einzelnen für die gemeinsame Sache über die ihr

demokratisch entschieden habt. Dann kommt ihr gemeinsam auch den Wünschen näher.

…….

K. B.

Organisation Sponsorenlauf

Freie Schule Lindau e.V.
Uferweg 5
D-88131 Lindau Bodensee
Fon: 0049-(0)8382-277694-0
Fax: 0049-(0)8382-277694-9
Email: office@freieschulelindau.de     
Web: www.freieschulelindau.de      
 
Vorstandsvorsitzende: Elke Walser
Der Verein "Freie Schule Lindau e.V." ist als gemeinnützig anerkannt.
Spenden an den Verein können steuerlich angerechnet werden.
 
Kontodaten auch für Spenden
Kontoinhaber: Freie Schule Lindau e.V.
GLS Bank BLZ: 430 609 67  Kontonummer: 700 638 8300

BIC: GENODEM1GLS     IBAN: DE82 4306 0967

Hier Auszüge (kursiv) aus einer FSL-Infoschrift für externe Sponsoren. Demnach benötigen junge Menschen im Verständnis der FSL-Macher anscheinend die Hilfe und den Druck von Erwachsenen, die ihnen auf diese Weise “die Möglichkeit geben, soziales Engagement zu zeigen”. 

 

….

Es ist toll, wenn Sie diese Motivation der Schüler mit fördern, um ihnen die Möglichkeit zu geben soziales Engagement zu zeigen.

 

Und hier wieder der absolute Quatsch: Einerseits wird die geringe Teilnahme bemängelt und erneut befürchtet und dann so etwas:

 

Als Abschluss des „TaSchu“ wird wieder auf Wunsch vieler Kinder und Pädagogen ein Sponsorenlauf stattfinden. Die Schüler suchen sich persönliche Sponsoren, die für die Gesamtzah l aller gelaufenen Runden einen bestimmten Betrag bezahlen. Die Stammgruppenleiter haben mit den Kindern besprochen, dass es gut wäre auch außerhalb der Elternschaft Sponsoren zu finden.

 

Eigentlich müsste es heißen: „…wird wieder auf Wunsch der FSL-Funktionäre, zu denen auch die Organisatorin K.B. zählt, ein Sponsorenlauf stattfinden.“

Aber wenn man die Kinder vorschickt, dann kommt halt mehr Geld in die Kasse und auch den Pädagogen ist das ziemlich wurscht, denn egal wie hoch die Einnahmen sein werden, sie werden nicht besser bezahlt…

 

 

Eine Elternreaktion darauf (…die aber nichts bewirkt hat. Selbstverständlich liefen alle folgenden Läufe in gleicher Weise ab. Nur eben besser besucht. )

Die Droh-Mail der Organisatorin (Gattin eines Herrn, der sich selbst in seinem Xing-Profil als “Vorstand” und “Betreiber” der FSL bezeichnet hat) verfehlte Ihre Wirkung nicht. Es müßte nur genauer “Antreiber” heißen und nicht “Betreiber”, was aber ja auch allein schon faktisch falsch war und eine Einzperson nicht sein kann.  Die meisten Eltern haben also brav das gemacht, was man ihnen aufgetragen hat:

“Schickt Eure Kinder zum Laufen, obwohl sie nicht wollen, denn das bringt bares Geld in die Kasse der FSL!” :

 

Von: T.

Gesendet: Montag, 21. November 2011 12:38
An: ‘Freie Schule Lindau e.V. (office)’
Betreff: An D. wg. Spende

 Liebe D.,

 nicht, dass es unserem Kind am TaSchu  an Sponsoren gemangelt hätte, uns Sponsoren mangelte es an einer Läuferin.

Wir haben die Aufforderung der Organisatoren, die Motivation der Schüler zu fördern, sehr ernst genommen.

Ganz reformpädagogisch:

Weder angedrohte Prügel noch verbale Überzeugungsarbeit brachten das ersehnte Ziel – soziales Engagement unserer Tochter –  zum Vorschein.

 …beste Grüße T.